Adventsausflug 2012

Leider gab es diesmal keinen Schnee, aber dafür war es auch nicht so kalt, als wir unseren alljährlichen Überraschungsausflug mit rekordverdächtigen 42 Teilnehmer/innen traditionell am Pasinger Bahnhof starteten. Mit der S-Bahn ging es nach Aubing und von dort wanderten wir durch die Aubinger Lohe nach Lochhausen. Unter dem Thema „5 Sinne“ gab es auf dem Weg einiges zu sehen, zu erschmecken, zu riechen, zu erfühlen, und zu hören. Die besinnlichen Stationen wurden von den Mitgliedern der kjg ME-Runde und dem Team der Jugendstelle vorbereitet. Zum Abschluss kehrten wir im Pfarrheim von St. Michael ein, wo uns Punsch, Glühwein, Lebkuchen und ein großer Topf mit Chili con Carne erwartete. Alle Jahre wieder eine sehr gelungene Veranstaltung.

Ein neues Schuljahr rund um PACOS

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2011/12 startet auch das Projekt PACOS wieder mit seinen Angeboten für Schulen in Pasing. Dabei haben Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit in Gemeinschaft eigene Fähigkeiten zu entdecken, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen sowie ihren Glauben zu entdecken und den anderer kennen zu lernen. Gestartet wurde das Projekt mit der Mitgestaltung des Schuljahresanfangsgottesdienstes der Mittelschule an der Peslmüllerstraße.
Wie im letzten Schuljahr werden auch dieses Jahr vier Schulklassen von uns mit dem „Baustein“ MIKS – Miteinander Klasse sein – begleitet. Die Klassen bekommen somit eine kontinuierliche pädagogische Begleitung. Mit spielerischen Methoden helfen wir Schülern und Schülerinnen, Gemeinsamkeiten zu erkennen, Vorurteile abzubauen und eigene Themen anzusprechen. Der Schwerpunkt in den neuen 5. Klassen wird das gegenseitige Kennenlernen sein. In den beiden 6. Klassen wird der Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit in der Klasse sein.

Neben diesem Angeboten werden wir auch wieder mit „RELI live“ den Religionsunterricht anhand von verschiedene Workshops mitgestalten.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schuljahr!

WorkShops im Herbst 2011

Wir setzen unsere erfolgreiche WorkShop-Reihe im Herbst mit drei neuen informativen Veranstaltungen fort. Ab September bis zum Jahresende stehen folgenden Themen auf dem Programm:

  • 29. September: Moderieren von Gremien-Sitzungen
  • 20. Oktober: Konflikte in der Jugendarbeit
  • 1. Dezember: Jugendgemäße Liturgie

Eingeladen sind Leiter und Leiterinnen von Jugendgruppen, Eltern und alle, die im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Die WorkShops finden von 19.30 bis 22.00 Uhr in den Räumen der Jugendstelle Pasing, Landsberger Str. 509, 81241 München statt. Um Anmeldung per E-Mail (info@jugendstelle-pasing.de) oder über unsere Facebook-Seite wird gebeten , die Teilnahme ist kostenlos.

Der WorkShop „Moderieren von Gremiensitzungen“ richtet sich an alle, die ehrenamtlich oder beruflich Verantwortlichenrunden, Arbeitskreise, Konferenzen oder ähnliche Veranstaltungen leiten und moderieren.

Wer kennt das nicht, endlos scheinende Sitzungen, bei denen immer nur die selben Leute reden und man sich am Ende fragt, wozu man sich eigentlich getroffen hat. Das muss aber nicht so sein! Es gibt viele „Tricks“ wie man solche Veranstaltungen effektiver, lebendiger und unterhaltsamer gestalten kann. Einige davon kannst Du/können Sie bei diesem praxisorientierten WorkShop kennenlernen.

München im Zeichen des Friedens

Vom 11.-13. September 2011 werden in München mehrere hundert hochrangige Vertreter der großen Weltreligionen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft zum Internationalen Friedenstreffen zusammenkommen. Das Treffen steht unter dem Motto: „Zusammen leben – unsere Bestimmung. Religionen und Kulturen im Dialog“.

Gastgeber sind das Erzbistum München und Freising und die Gemeinschaft Sant’Egidio. Die Gemeinschaft organisiert die Internationalen Friedenstreffen jährlich seit 1987 in verschiedenen Städten der Welt. Sie knüpft dabei an das Weltfriedensgebet an, das Papst Johannes Paul II. in Assisi einberufen hatte. Dieses Ereignis jährt sich nun zum 25. Mal. Die Friedenstreffen wurden zu einer Art Pilgerreise des Friedens, der sich immer mehr Menschen anschlossen. Der mit Geduld und Ausdauer geführte Dialog brachte immer wieder Früchte des Friedens für Konfliktsituationen hervor.

Zu Beginn des diesjährigen Treffens, am zehnten Jahrestag der Terroranschläge auf die Twin Towers in den USA, werden die Teilnehmer dieses tragischen Ereignisses gedenken. In etwa dreißig Foren werden die Gäste gemeinsam über verschiedene Themen diskutieren und darüber nachdenken, wie die Grundlagen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt von heute geschaffen werden können. An Nachmittag des 13. September werden die unterschiedlichen religiösen Traditionen zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten für den Frieden beten. Ihre Vertreter werden danach in einer gemeinsamen Friedensprozession zum Marienplatz ziehen. Dort wird eine feierliche Schlusszeremonie stattfinden, bei der der Friedensappell München 2011 verlesen und feierlich unterzeichnet werden wird. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos; eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Nachdem das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mit vielen Kriegen und Konflikten begann, ist eine neue Zeit des Friedens für die Völker und jeden einzelnen Menschen nötig. München 2011 will dazu beitragen, dass das neue Jahrzehnt ein Jahrzehnt des Dialogs wird und damit ein neues Kapitel der Geschichte beginnt.

Für Jugendliche findet am 12. September 2011 ab 19 Uhr auf dem Gelände des kirchlichen Zentrums ein interreligöses Jugendtreffen statt.

Bereits in der Vorbereitung arbeiten Jugendteams aus verschiedenen Religionen zusammen: Hinduisten, Buddhisten, Juden, Muslime, Bahá’is, Christen und koptisch-orthodoxe Christen.

Im unmittelbaren Dialog miteinander und im Gebet für den Frieden soll andiesem Abend der Frieden neu riskiert und anders sein akzeptiert werden, denn „Religionen können Brücken zum Frieden sein“, wie es im Ankündigungstext heißt.

Auf dem Programm steht:

19:00 Uhr   Begrüßung
19:15 Uhr   Friedensgebet – in der Vielfalt beten
20:00 Uhr   Jugend im Dialog – multireligiöser Gedankenaustausch
21:30 Uhr   Ausklang

Weitere Informationen:
www.friedenstreffen.de

Ein Jahr voll mit PACOS

Die Jugendstelle Pasing hat sich auch im Schuljahr 2010/11 mit verschiedenen PACOS-Projekten engagiert und das Schuljahr sehr erfolgreich mitgestaltet.

1. MIKSMIteinander Klasse Sein

Für zwei 5. Klassen und eine 6. Klasse der Hauptschule an der Peslmüllerstraße stand das Schuljahr unter dem Motto „MIKS – Miteinander Klasse sein“. Dazu trafen sich die Jugendpfleger in regelmäßigen Abständen (ca. alle 5 bis 8 Wochen) mit den Schüler/innen der verschiedenen Klassen im SchülerInnentreff Café Klatsch. Dabei stand jedes Treffen unter einem anderen Thema, je nachdem, welche Thematik die Klasse in den letzten Wochen besonders beschäftigt hatte.

So lag der Schwerpunkt des ersten Treffens darauf, die Klasse besser kennen zu lernen. Im Laufe des Schuljahres ging es dann unter anderem um „Konflikte“, „Ausgrenzung“, „Grenzen“,  „Tod und Trauer“, „Wo hört Spaß auf?“ und „Die Goldene Regel“. Diese Themen wurden  individuell auf die jeweilige Klasse und Altersstufe angepasst und mit  unterschiedlichen Methoden bearbeitet.

Kurz vor den Abschlusszeugnissen blickten wir mit einer Schuljahresreflexion nochmals zurück auf das vergangene  Jahr. Dabei wurden die gemeinsamen positiven und negativen Erlebnisse während  des Schuljahres zunächst zusammen mit der Klasse gesammelt und dann bewertet. Abschließend durften sich die Schüler/innen und der Lehrer/die Lehrerin mit
Hilfe eines Schokoladenkeks eine positive Rückmeldung geben.

Rückblickend ist zu  sagen, dass 2010/2011 ein sehr positives Schuljahr war. Die enge Zusammenarbeit  mit der jeweiligen Klasse und den Lehrern zeigte teilweise sehr positive Erfolge.  Auch die Lehrer/innen waren für die zusätzliche Begleitung sehr dankbar. Im  Herbst werden die bisherigen Schüler/innen im PACOS-Projekt MIKS, die dann in  der 6. Klasse sind, und die neuen 5. Klässler an der Hauptschule Peslmüllerstraße wieder für ein Schuljahr begleitet.

2. Runder Tisch der Religionslehrer

(siehe Bericht vom 29.04.2011)

3. RELIlive

Für die Schüler/Innen der 8 M, die den katholischen Religionsunterricht besuchen, stand eine der letzten Religionsstunden unter einem anderen Stern. Im Rahmen des PACOS-Angebots RELIlive hieß es: „Kirche – heute erleben – wie kann ich mich engagieren?“ Der Unterricht fand dabei nicht in der Schule statt, sondern in der nahegelegenen Pfarrei St. Hildegard. Während der 1,5 Stunden von RELIlive durchliefen die Schüler/innen drei Workshops, in denen sie verschiedene Bereiche der Kirche
kennenlernten, in denen man sich heute engagieren kann. In den drei Workshops wurden die Oberministranten, der Verband CAJ (Christliche Arbeiterjugend) und  die Möglichkeiten des Engagements in einer Pfarrjugend vorgestellt. Die  Schüler/Innen erhielten eine positiven Einblick, was  eine Pfarrei oder ein Verband an Angeboten für Jugendliche bietet.

4.  Abschlussgottesdienst

Schließlich beteiligten sich die Mitarbeiter der Jugendstelle am Schuljahresabschlussgottesdienst der Hauptschule Peslmüllerstraße, der wie jedes Jahr in der Pfarrei St. Hildegard stattfand.


Fazit: Rundum war es ein gelungenes Schuljahr. Durch viele erfolgreiche PACOS-Veranstaltungen war die Jugendstelle Pasing im Bereich Schule aktiv und präsent.

Motivationstag in Gräfelfing

Auf Anfrage der Pfarrjugendleitung veranstalteten wir am 2. Juli in der Pfarrei St. Stefan einen WorkShop für Jugendleiter/innen.

In einem Vortreffen beklagte die Pfarrjugendleitung fehlende Motivation und mangelnde Zuverlässigkeit bei den ehrenamtlichen Gruppenleiter/innen sowie ein konfliktbehaftetes Verhältnis zum Pfarrer der Gemeinde.

Am Motivationstag, der von Sarah Eggert und mir vorbereitet und geleitet wurde, nahmen 14 Jugendliche und der hauptamtliche Jugendseelsorger teil. Zunächst sollten die Anwesenden schriftlich formulieren, was sie für die Jugendarbeit motiviert und was sie daran hindert, mehr Engagement zu zeigen. Hier wurde unter anderem wieder deutlich, wie wichtig  Lob und Anerkennung für Jugendliche ist. So wurde kritisiert, dass ihr Engagement für die Pfarrgemeinde von den Erwachsenen häufig als selbstverständlich betrachtet wird und dass sie – wenn überhaupt – eher negatives Feedback für ihre Arbeit bekommen.

In einem zweiten Schritt tauschten sich die Teilnehmer/innen in Kleingruppen darüber aus,  wie sie sich die Pfarrjugend in zwei Jahren vorstellen und was sie sich für ihre gemeinsame Arbeit wünschen. Dann wurden Ziele formuliert und später im Plenum präsentiert. Schnell einigte man sich auf drei smarte Ziele für das kommende Schuljahr.

Im Anschluss wurden die traditionellen Aktionen der Pfarrjugend auf Plakaten notiert und von allen bewertet. Auffällig war, die große Zahl der Veranstaltungen. Obwohl bei fast allen Aktionen ein Großteil der Anwesenden angab, gerne dabei zu sein und auch mit zu helfen, blieben die Verantwortlichen eher skeptisch. Also diskutierten wir über gegenseitige Erwartungen, Normen und Zuverlässigkeit. In einer Abschlussrunde formulierte jede/r Anwsende einen guten Vorsatz für das kommende Jahr.

Die vorbildlich organisierte Pfarrjugend vollzieht gerade einen Generationswechsel. In dieser Umbruchphase müssen Traditionen, Werte und Normen neu ausgehandelt werden. Es ist wichtig, dass Jüngeren die Möglichkeit erhalten, mehr Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen zu verwirklichen. Ihre Vorgänger sollten Verantwortung abgeben, unterstützend zur Seite stehen und vermeiden, die Nachfolger mit zu hohen Erwartungen zu überfordern.

Ein wichtiger erster Schritt wurde mit dem Motivationstag gemacht. Wir werden diesen Prozess gerne weiter begleiten.

Aktueller WorkShop: Jugendkultur & Musik

Dekanats-Jugendstelle Pasing lädt zu Informationsveranstaltung ein

Jede Generation hat ihre eigene Musik. Welche Strömungen, Musikstile, Musikrichtungen, Bands und Gruppen gibt es heute? Einen Einblick in die Jugendkultur und einen Überblick über die derzeitige Musikszene gibt Stefan Marschall, Dipl.-Sozialpädagoge, Jugendpfleger und Experte für Jugendmusik am 9. Juni 2011 von 19.30 bis 22.00 Uhr. Zusammen mit seinem Team aus Kursleitern der kjg-Pasing lädt er Jugendgruppenleiter/innen, Eltern und an der Jugendarbeit Interessierte zum WorkShop „Jugendkultur & Musik“ ein. Die kostenlose Veranstaltung findet in den Räumen der Katholischen Jugendstelle Pasing, Landsberger Straße 509 statt. Um Anmeldung per E-Mail (info@jugendstelle-pasing.de) wird gebeten.

„Um Jugendliche besser verstehen zu können, hilft es zu wissen, welche Musik sie gerne hören“, sagt Stefan Marschall. “Musik ist ein ausgezeichneter Türöffner für persönliche Gespräche mit Jugendlichen. Jugendkulturen prägen Einstellungen, Verhaltensweisen und den Kleidungsstil ihrer Anhänger, deshalb ist es von Vorteil, über aktuelle Trends informiert zu sein.“

Dieser WorkShop ist der vierte und letzte, der aktuellen Veranstaltungsreihe der Jugendstelle Pasing im ersten Halbjahr 2011. Weitere Informationen zum WorkShop sowie zu Projekten und Programmen für Jugendliche und junge Erwachsene sind im Internet unter www.jugendstelle-pasing.de zu finden.

Religionslehrer am „Runden Tisch“

von Sarah Eggert und Claudia Hoffmann

Zum „Runden Tisch“ für Religionslehrer aller Schularten im Dekanat Pasing luden vor kurzem das Team der Jugendstelle Pasing und Stefan Mellentin, Schulbeauftragter für die Religionslehrer des Dekanats ein. Rund um den Tisch im Pfarrheim Maria Schutz in München-Pasing versammelten sich dann immerhin acht Religionslehrer aus Grund- und Förderschule, Gymnasium und Realschule. Sie berichteten von ihren Erfahrungen mit kirchlicher Jugendarbeit, erzählten über ihre Beweggründe Religion zu unterrichten und bekundeten ihr Interesse an einer Vernetzung mit anderen Religionslehrern.

Örtlich verteilt über das Dekanat von Pasing über Germering, Aubing und Lochham bis darüber hinaus nach Neuried und Solln berichteten die Teilnehmer, dass sie sich an ihren Schulen als „Einzelkämpfer“ wahrnehmen und daher Austausch und Vernetzung sehr wichtig seien. Das gelte sowohl für die Unterrichtsgestaltung als auch für grundsätzliche Fragen des Religionsunterrichts.

Wie vernetzt sind Religionslehrer mit ihren jeweiligen Schulen nahe gelegenen Pfarreien? Wie sieht es mit Kontakten zur Pfarrjugend dieser Pfarreien aus? Auch dazu gab es am Runden Tisch angeregten Austausch. Wobei einige über sehr positive Erfahrungen mit kirchlicher Jugendarbeit berichteten.

Welche Rolle kann nun die Katholische Jugendstelle im Dekanat Pasing für die Vernetzung von Schule und Katholischer Jugendarbeit spielen. Das präsentierte das Team der Jugendstelle – Jugendpflegerin Sarah Eggert, Jugendpfleger Stefan Marschall und Jugendseelsorgerin Silvia Schwaiger – mit grundlegenden Informationen zu Auftrag und Arbeit der Jugendstelle im Dekanat und ganz konkreten Projekten.

Von der Jugendstelle spezielle entwickelt wurde unter anderem das Angebot „RELIlive“, das einzelne Projektstunden im Rahmen des Religionsunterrichts beinhaltet. Dazu kommt Unterstützung bei der Gestaltung von Schulgottesdiensten, Begleitung und Anleitung zur Durchführung von Gruppenstunden sowie Konzepte für „Tage der Orientierung“ an Schulen. „Wir freuen uns, wenn Religionslehrer sich bei uns melden und unsere Angebote wie „RELIlive“, MIKS oder Tage der Orientierung in Anspruch nehmen“, erklärt Sarah Eggert.

Die Teilnehmer des „Runden Tischs für Religionslehrer im Dekanat Pasing“ beschlossen abschließend sich zukünftig regelmäßig zu treffen und hoffen auf noch größere Resonanz und regen Zuspruch. „Trotz vieler Konferenzen und Gesprächsforen hat es sich für mich durch den kollegialen Austausch und die Vernetzungsmöglichkeiten gelohnt beim „Runden Tisch“ dabei zu sein“, meinte ein Teilnehmer abschließend. Es soll ein nächstes Treffen geben.

WorkShop: Aufsichtspflicht in der Jugendarbeit

von Stefan Marschall

Unsere WorkShop-Reihe ist im Februar mit dem Thema „Jugendliche in sozialen Netzwerken“ erfolgreich angelaufen. Die bunte Mischung der Teilnehmer/innen (Jugendliche, Seelsorger und Eltern) ermöglichte einen lebendigen Austausch über Chancen und Risiken bei der Nutzung von Facebook & Co.

In unserem zweiten WorkShop beschäftigen wir uns mit gesetzlichen Bestimmungen und deren Konsequenzen für die Jugendarbeit.

Wo beginnt die Aufsichtspflicht und wo endet sie? Mit welchen Situationen muss ich als Jugendgruppenleiter umgehen? Wann sind die Eltern der Jugendlichen gefragt? Welche gesetzlichen Regelungen greifen wie und wo? Diese und andere Fragen werden am 31. März 2011 um 19.30 bis 22.00 Uhr zur Sprache kommen.

Auch diesmal sind Jugendgruppenleiter/innen, Eltern, Jugendseelsorger/innen und an der Jugendarbeit Interessierte zur kostenlosen Veranstaltung in die Räume der Katholische Jugendstelle Pasing herzlich eingeladen. Um eine Anmeldung  per E-Mail (info@jugendstelle-pasing.de) wird gebeten.

Im Fokus der Veranstaltung steht weniger die Vermittlung von juristischem Fachwissen als viel mehr der Austausch über den Umgang mit Normen und Regeln im Zusammenhang mit Aufsichtspflicht und dem Recht auf Erziehung.  Von der Information über die gesetzlichen Regelungen bis hin zu Praxisbeispielen aus Jugendgruppen und Zeltlagern werden sowohl theoretische Hintergründe als auch Fragen und Anliegen der Teilnehmer ihren Platz im WorkShop haben. Für Eltern ist sicher interessant zu erfahren, worauf sie sich in der kirchlichen Jugendarbeit verlassen können und wofür sie selbst verantwortlich sind.

Dieser WorkShop ist der zweite einer vierteiligen Reihe, die am 5. Mai und 9. Juni 2011 fortgesetzt wird.

Wie ist das 24 Stunden „Klappe halten“?

von Claudia Hoffmann

„Erlebe, wie das ist, wenn du nichts sprichst“, hieß es in der Einladung zum Schweige-Wochenende der kjg Pasing und des Mentorats für Religionslehrer an der LMU München vom 25. bis 27. Februar 2011 an Jugendliche und junge Erwachsene. Und so war es auch ein echtes Erlebnis im Bildungshaus des Klosters Armstorf in St. Wolfgang bei Dorfen, spannende Stunden vor allem alleine mit sich selbst zu verbringen. So schwer es zunächst fiel, freiwillig alles, was ablenkt und im Alltag so ungemein wichtig erscheint, wie Handy, MP3- und CD-Player aber auch Bücher und Zeitschriften, zu Hause zu lassen, so begeistert entdeckte jeder im Laufe des Wochenendes seine Person neu, eben „wie sie ist, wenn der Mund schweigt“.
Jemanden anzuschweigen, obwohl man ihn kennt, war erst ungewohnt, dann aber entlastend, fand eine Teilnehmerin. Keinen Small Talk führen und sich den anderen trotzdem sehr verbunden fühlen oder sich lange Zeit am Stück mit sich selbst beschäftigen, waren weitere positive Eindrücke des Wochenendexperiments. Aber jetzt der Reihe nach:
Am Freitagabend wurde zunächst noch nicht geschwiegen und die vielfältige Gruppe konnte sich durch interessante Gespräche kennen lernen. Dann schritt man zur Tat und nach einem kleinen Input auf dem weiten Feld unter einem großen, perfekten Sternenhimmel, kehrte spürbar Ruhe ein. Dann eine letzte Einheit im Haus, es war soweit – das Schweigen begann und reichte bereits bis tief in die Nacht hinein.
Nach einer ersten schweigenden Mahlzeit am Samstagmorgen zog es viele an diesem wunderbaren Tag bei strahlendem Sonnenschein hinaus in die Natur rund um das Kloster Armstorf. Hier fanden sich gute Plätzchen zum Innehalten und es ließ sich dem Rauschen der Bäume lauschen. Die meiste Zeit verbrachte man alleine mit sich, gemeinsame Bibelimpulse halfen dabei den Tag zu strukturieren. Eine interessante Erfahrung war auch zu lernen, wie man sein eigenes Leben in einer Bibelstelle wieder finden kann, andere übten „gegenstandsloses Meditieren“. Für jeden war etwas dabei.
Wie schön es sein kann, in der Gruppe auf der sonnigen Terrasse zu schweigen – also so zu sagen Gruppenschweigen zu erleben – war am Samstagmittag möglich. Nachmittags ging es – leider – mit den letzten intensiven Stunden des Schweigens schon in eine gewisse Schlussphase. Am Abend gab es den letzten stillen Programmpunkt und dann war es geschafft. Ein abschließender Gruppengottesdienst war für einige eine erstmalige und begeisternde Erfahrung, es folgte ein wunderbarer Abschlussabend mit der Gruppe. Reden kann doch ganz nett sein und auch unvergleichlich gute Gespräche können helfen!
Ein dickes Lob und Dankeschön ging an die Begleiter des Schweige-Wochenendes Silvia Schwaiger, Pastoralreferentin und geistliche Leitung der kjg Pasing, Katja Endl, Pastoralreferentin im Mentorat für Religionslehrer an der LMU München und Priester Manfred Rütsche (Fachstelle „Berufe der Kirche“). Die Begleiter beeindruckte mit welcher Offenheit und Leichtigkeit sich die jungen Teilnehmer in das Schweigen hineinbegeben haben. In der Gruppe sei tiefe Ernsthaftigkeit gepaart mit Fröhlichkeit zu spüren gewesen. Dies beweise, so Silvia Schwaiger, erneut, dass „geistliche Übungen“ und „Jugendliche“ keine getrennten Welten zu sein bräuchten.
Aufgrund der großen Nachfrage – es gibt schon eine Warteliste – wird das nächste „Klappe halten“-Schweige-Wochenende voraussichtlich vom 8. bis 11. September 2011 stattfinden und vielleicht sogar 48 Stunden Schweigezeit bieten.